Samstag, 26. Juni 2010

Hinterherkommen...

Ich lese im Moment das Buch "Ordne dein Leben" von Gordon MacDonald. Und in einem Kapitel schreibt er eine Geschichte, die er bei Mrs Charles Cowman gefunden hat:

Ein Forscher im 19 Jahrhundert heuerte ene Gruppe von Bewohnern eines afrikanischen Dorfes an, welche ihn bei seiner Erkundung bis dahin noch unerforschter Gegenden Afrikas begleiten sollte. In den ersten drei Tagen legten sie ein solches Tempo vor, dass sie ihrer Zeitplanung weit vorraus waren. Der Forscher war begeistert.

Doch am vierten Tag änderte sich alles: Als er aus seinem Zelt kroch, merkte er, dass sich von den anderen niemand regte. Er erfuhr, dass sie Gruppe von Afrikanern, die ihn begleitete, nicht vorhatte, an diesem Tag weiter zu gehen. Als er nach dem Grund fragte, erklärte man ihm, dass sie viel zu schnell gewesen waren und dass es nun an der Zeit war, ein Pause einzulegen und ihren Seelne die Möglichkeit zu geben, die Körper wieder einzuholen.

Ich gebe zu, dass das Bild ein wenig eigenartig für uns scheint. Aber wenn ich so über diese Geschichte nachdenke, dann merke ich schon: Oft rennen wir Menschen so schnell durch unser Leben, das unser inneres, unser Herz nicht mehr hinterher kommt. Wir haben so viel zu tun, wollen uns um so viel kümmern und vergessen dabei, dass wir nicht dazu geschaffen wurden 24/7 durchs leben zu hetzen, sondern wir auch Pause machen dürfen, ja sogar sollen!

Gott selbst hat einen Tag geruht, nachdem er die Welt geschaffen hat (1. Mose 2, 1-3). Nicht, dass er das brauchte, aber er hat es getan. Und wir sollten uns daran ein Vorbild nehmen!

Vielleicht hast du auch grade extrem viel zu tun und eigentlich keine Zeit, mal nen Tag "blau" zu machen. Dennoch lade ich dich ein: Nimm dir morgen Nachmittag mal frei. Lass die Arbeit Arbeit sein und nimm dir Zeit, den Sommer zu genießen: Schlafen, Fusßball schauen, Grillen mit Freunden, ein gutes Buch lesen, Spazieren gehen... Was dir einfällt und dir gut tut!


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