Dienstag, 29. Dezember 2009
Spruch des Tages
von Dietrich Bonhoeffer
Freitag, 25. Dezember 2009
Ich steh an deiner Krippen hier
Samstag, 19. Dezember 2009
Was bedeutet Weihnachten?
Was bedeutet Weihnachten eigentlich für mich?
Diese Frage habe ich mir in der Vorbereitung gestellt und ich muss zugeben: Ich bin mir oft nicht ganz sicher. Ich weiß nicht, wie es euch geht. Aber wenn ich ehrlich bin, ist Weihnachten für mich nicht mehr wirklich die „Geburtstagsparty“ für Jesus. Wenn ich an Weihnachten denke, fallen mir eher die klassischen Klischees ein: Familie, gutes Essen, viele Geschenke.
Ich weiß nicht, wie es euch geht. Vielleicht können einige von euch an Weihnachten wirklich den Geburtstag Jesu feiern. Vielleicht geht es anderen wie mir. Oder ihr habt grad gar keine Lust darauf.
Wie es euch auch geht, trotzdem hat Weihnachten in jedem einzelnen unserer Leben eine Bedeutung. Welche kann das sein?
Ich habe mich gefragt, wie es wohl den ersten Zeugen an Weihnachten ging, die von der Geburt des Heilands gehört haben. Die die Worte des Engels gehört haben.
Da sitzen diese Männer, diese Hirten, in der Nähe von Betlehem auf dem Feld. Nachts. In der Dunkelheit. Haben einen langen Arbeitstag hinter sich. Und noch eine lange Arbeitsnacht vor sich. Hirte sein ist kein toller Job: Du kümmerst dich um irgendwelche Schafe, bist immer unterwegs. Wirklich Familie kannst du gar nicht haben. Du wirst eigentlich sogar immer schräg angeschaut, wenn du in einen Ort kommst. „Die Hirten wieder! Pass besser auf deinen Geldbeutel auf! Wer weiß, was das für Leute sind. Und unrein sind sie sicher auch! Die halten sich bestimmt nicht an die Gebote, die Gott uns gegeben hat.“ Nein, Hirte sein ist wirklich nicht schön.
Und da sitzen diese Männer, nachts bei den Herden und vielleicht hatten sie ja sogar einen ganz besonders anstrengenden Tag hinter sich. Wollten ins Dorf und sind wieder nur komisch angeschaut worden. Jetzt haben sie gerade mal ein wenig Zeit um zur Ruhe zu kommen. Einige unterhalten sich noch. Andere versuchen schon zu schlafen.
Als plötzlich ein helles Licht aufstrahlt! Taghell! Eigentlich noch heller! Und sie können gar nicht richtig erkennen, was das ist. Und dann hören sie diese Stimme, die zu ihnen sagt: „Fürchtet euch nicht!“
„Fürchtet euch nicht!“, super Idee!, denken einige von ihnen… Eigentlich will ich meine Ruhe haben, und dann kommt da so ein komisches Licht. Und das sagt mir, ich soll mich nicht fürchten! Als ob das möglich wäre!!!
Vielleicht spüren sie bei diesen Worten aber auch, dass sie sich wirklich nicht zu fürchten brauchen. Sie hören diese Stimme und erkennen: Das ist ein Engel Gottes! Ein Engel des Gottes, von dem uns die Menschen immer wieder gesagt haben, dass wir ihm nicht begegnen könnten, weil wir unrein seien! Dieser Gott schickt uns seinen Engel!
Und sie stehen da und staunen und hören die Worte:
„Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk wiederfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, der Sohn Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. „
WOW! Was für eine Nachricht! Und das bekommen sie, die Hirten, irgendwo auf einem Feld! Ob sie wohl die ersten sind, fragen sie sich. Noch völlig verdaddert von dem, was sie da gehört und gesehen haben wird es dann noch krasser: Plötzlich eine riesige Meine von Engeln! Die ganzen Himmlischen Heerscharen. Mitten in der Nacht! Was singen die da?
„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erde den Menschen seines Wohlgefallens.“
Wow… Den Menschen seines Wohlgefallens. Ob sie damit gemeint sind? Sind sie Menschen seines Wohlgefallens? Sie, die Hirten, die nichts gelten?
Und dann, dann ist es plötzlich wieder dunkle Nacht. Während einige von ihnen noch da stehen und über das Geschehene staunen, regen sich andere wieder. Einer ruft:“ LEUTE! Wir haben alle gehört, was der Engel gesagt hat: „IHR werdet finden das Kind…“ Damit sind WIR gemeint! Lasst uns gehen und schauen, ob wir es finden! Wenn dieser Heiland, von dem der Engel gesprochen hat wirklich für uns gekommen ist. Wenn wir das Kind finden sollen, dann müssen wir uns auf den Weg machen. Und zwar sofort!“
Großes Chaos bricht aus und sie machen sich auf den Weg nach Betlehem. Fragen sich: Was wird das für ein Kind sein? Werden sie uns zu dem Kind lassen? Wir sind doch nur Hirten. Schmutzig. Verdreckt. Arm. Wenn dieses Kind wirklich der Heiland ist, dann haben wir es nicht verdient, hinzugehen. Und doch… Der Engel hat uns gesandt. Die, die allgemein nichts gelten…“
Sie laufen durch den Ort. Suchen das Kind. Wo ist es bloß?
Und dann, dann hören sie es. Woher kommt dieses Geräusch? Wo ist es? Wo ist das Kind? Sie laufen umher, versuchen zu erhören. Und dann? Dann ruft einer von ihnen: „HIER! Hier ist es! In diesem Stall.“
Und nun stehen sie staunend um die Krippe herum. Wow! Das ist der Heiland der Welt. Dieses kleine Kind. Dieser kleine Junge. Ein Junge, wie sie selbst mal einer waren. Abhängig von seinen Eltern. Und doch. Irgendetwas ist anders an diesem Kind. Sie Spüren ein leises Ziehen in ihren Herzen. Ob das vielleicht der Friede ist, von dem der Engel gesprochen hat? Sie merken: Wir mit all unseren Fehlern sind Teil von etwas großem geworden. Wir sind die ersten, die dazugehören. Wir sind die, die Menschen Gottes Wohlgefallens sind.
Ich weiß nicht, ob es damals wirklich so war. Aber als ich vorbereitet hab, hab ich da meiner Phantasie mal freien Lauf gelassen. Habe versucht mir vorzustellen, wie es sein muss, an dieser Krippe zu stehen. Was einem da durch den Kopf geht. Wahrscheinlich haben die damals wesentlich mehr verstanden, was das eigentlich ist, was da passiert ist.
Wie kommen wir zu der Krippe? Wie würdest du vor dieser Krippe stehen? Welche Dinge würden dir durch den Kopf gehen?
Wenn ich ehrlich bin: ich würde da stehen und mir wünschen, ich hätte es gemacht, wie die drei Weisen aus dem Morgenland. Ich möchte, wenn ich zu Jesus geh, eigentlich immer am liebsten irgendwelche tollen, wertvollen Geschenke mitbringen. Jesus zeigen können, was ich alles tolles gemacht hab. Welche Dinge ich so richtig gut gemacht habe… Aber ist es das, was Jesus von uns erwartet? Das wir nur gute Dinge mitbringen? Oder sollen wir lieber so kommen, wie wir sind. Mit dem, was wir an gutem, oder auch nicht so gutem eben haben?
Dazu hier eine kleine Geschichte:
Was können wir Jesus bringen?
Peter durfte zum ersten Mal mit dem Zug verreisen, und zwar zu seinen Großeltern. Es war in der Weihnachtszeit.
Gleich nachdem ihn der Großvater am Bahnhof abgeholt hatte, gab es bei der Großmutter guten, warmen Kakao zu trinken und dazu die feinen Plätzchen, die ihm so schmeckten. Er war ganz aufgeregt und konnte abends kaum einschlafen, und morgens war er als Erster wach.
Am Nachmittag dieses Tages nahm ihn der Großvater mit auf den Dachboden des Hauses: „Komm, ich muss dir etwas zeigen“. Als sie die schmale Treppe hinaufgestiegen waren, sah Peter in der Ecker des Raumes große, geschnitzte Holzfiguren.
Diese Krippenfiguren standen auf einem Tischchen – vorsichtig nahm der Großvater den Stall und einen knienden Hirten in die Hand und trug sie hinunter. Peter durfte den Josef tragen.
Mehrmals mussten sie die Treppe hinaufgehen, bis alle Figuren unten waren. Peter beobachtete, wie Großvater die Figuren auf einen großen Tisch stellte.
“Was bedeuten diese Figuren? Was macht denn der mit dem Kästchen in der Hand? Warum haben die so helle Kleider an?“, so durchlöcherte Peter den Großvater mit Fragen. Geduldig erklärte der Großvater dem Kinde alles, während er die Figuren abstaubte und die Krippenlandschaft stellt.
Immer leiser wurde die Stimme von Peter. Er gähnte. Allmählich wurde er in der warmen Stube ganz müde. Sein Kopf sank auf die Tischplatte. Er war eingeschlafen. Dabei träumte er.
Im Traum wurden alle Holzfiguren lebendig, dir Hirten mit ihren Schafen, die Weisen aus dem Morgenland mit ihren Kamelen, Maria und Josef und auch das Kind in der Krippe. Und er selbst ging auf die Krippe zu und begrüßte das Jesuskind.
Da fiel ihm ein: Ich habe ja gar nichts zu schenken mitgebracht. Alle hatten etwas bei sich, die Hirten: das Schaffell, die Weisen: Gold, Weihrauch und Myrrhe – nur er – er hatte nichts.
Das sagte das Jesuskind zu ihm: “Drei Dinge möchte ich von dir.“ „Ach ja“, antwortete der Junge, „jetzt weiß ich ´s, meine neue elektrische Eisenbahn und das Buch mit den schönen bunten Bildern und die neue Winterjacke, das gebe ich dir!“
Das Jesuskind sagte: „Nein, das brauche ich nicht. Drei andere Dinge brauche ich von dir!“ – „Was denn?“ – „Erstens gibst du mir deinen letzten Deutschaufsatz!“ Peter bekam einen Schrecken und sagte: „Aber das geht doch nicht. Da hat der Lehrer –ungenügend- darunter geschrieben.“
„Ja“, sagte Jesus, „gerade deswegen will ich ihn ja haben. Verspricht mir, dass du mir alles in deinem Leben gibst, wo die Menschen darunter schreiben – ungenügend- reicht nicht- stimmt nicht- nicht vollkommen. Bringst du mir bitte immer alles, was ungenügend ist?“ – „Ja“, sagte Peter.
Und das zweite, das ich von dir möchte, ist dein Milchglas.“ Schnell sagte Peter: “Das ist doch zerbrochen!“ – „ Ja, gerade deswegen.“
„Versprichst du mir, dass du mir alles bringst, was unter deinen Händen zerbricht, alles, was in Scherben geht, alles, was kaputtgeht in deinem Leben, alles, was verwundet ist, was Sprünge bekommt und auseinander bricht, bringst du mir das?“ „ Ja“, sagte er.
„Und dann hätte ich gerne noch ein Drittes von dir: die Antwort, die du deiner Mutter gabst, als sie dich nach dem Glas fragte!“ Da senkte Peter den Kopf, wurde ganz klein und sagte: “Da habe ich gelogen. Das Glas war nicht runtergefallen, wie ich es gesagt hatte. Ich habe es aus Wut und Zorn zerschmissen.“
„Ja“, erwiderte Jesus, „deswegen“ Versprichst du mir, dass du mir alles aus deinem Leben gibst, was gelogen ist, was aus Wut und Zorn absichtlich zerstört ist? Bringst du mir das alles, damit ich es heil machen kann?“ Und Peter sagte: „Ja!“
In diesem Augenblick wachte er auf, sah die Krippenfiguren aus Holz, sah den Großvater mit dem Staubtuch hantieren. Sehr nachdenklich saß er da, in ihm war eine tiefe Freude, die er sich nicht ganz erklären konnte.
Eine schöne Geschichte. Wirklich eine schöne Geschichte?
Mich hat sie doch ein wenig zum nachdenken gebracht. Habe ich wirklich schon begriffen, dass ich Jesus nicht immer meine tollsten Taten und Dinge geben soll?
Ich kann von mir sagen, dass das einfach nicht der Fall ist! Oft will ich gerade die blöden Sachen in meinem Leben vor Jesus verbergen. Das, was ich nicht kann. Die Verletzungen, die andere mir zu gefügt haben. Die Verletzungen, die ich anderen zugefügt habe.
Welche Dinge willst du Jesus immer bringen?
Und welche Dinge will Jesus vielleicht lieber von dir haben?
Jesus will nicht immer nur unsere guten Seiten. Das was toll ist. Die jenigen, die als erstes von der guten Botschaft gehört haben, waren die Hirten. Die, die ausgeschlossen waren. Die nichts zur Krippe bringen konnten. Aber ihnen wurde der Friede zugesprochen, den Gott den Menschen schenken will. Und sie haben ihn erfahren!!!
Jesus freut sich über die Dinge, die gut in unserem Leben laufen. Aber die interessieren ihn nur bedingt. Er weiß darum. Und das ist gut. Er freut sich mit uns, wenn wir uns freuen. Wenn Dinge gut laufen.
Aber er will nicht nur das von unserem Leben.
Er will auch die schlechten Seiten. Er kennt unsere schlechten Seiten eh. Es ist sinnlos, die verbergen zu wollen. Aber das ist keine erschreckende Wahrheit.
Im Gegenteil, ich finde es beruhigend: Warum soll ich mich abkrampfen, ihm die Dinge vorzuenthalten, die er schon weiß!? Für mich liegt da eine sehr große Freiheit drin, dass ich weiß: Jesus weiß darum.
Und er will, dass ich ihm die Dinge bringe, die nicht so gut laufen. Damit ich den Frieden erlebe, den die Engel den Hirten zugesprochen haben.
Damit ich mich nicht mehr von all dem negativen Zeug bestimmen lasse. Er will all das in Ordnung bringen.
Er will mit seinem Frieden in unser Leben kommen.
Und das ist für mich EINE Bedeutung von Weihnachten: Dadurch, dass Jesus Mensch geworden ist, hat Gott uns den Frieden geschenkt.
Die Engel haben den Hirten verkündigt:
„Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk wiederfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, der Sohn Davids.“
Und die Engel haben uns verkündigt:
„Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk wiederfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, der Sohn Davids.“
Ich möchte euch nun einladen, euch auf den Frieden und die Freude von Weihnachten einzulassen. Euch einzulassen darauf, dass Jesus nicht nur unsere tollen Sachen haben will, sondern auch unsere schlechten Sachen. Um diese in Ordnung zu bringen.
Vielleicht könnt ihr euch einfach auf eine Gedankenreise machen und mit den Hirten zur Krippe gehen und Jesus die Dinge geben, die bei euch nicht so gut laufen.
Und vielleicht werdet ihr dann auch den Frieden erleben, den die Engel verheißen haben.
Dienstag, 15. Dezember 2009
Die Weihnachtsgeschichte - mal anders
Lasst euch mal mit hinein nehmen, diesen Text neu zu denken!
Dank an Toby Faix.
Montag, 14. Dezember 2009
Engel
Wer ist heute für dich ein Engel, eine Gebetserhörung gwesen?
Für wen kannst du heute ein Engel sein?
Hör auf dein Herz: Es kann dir sagen, zu wem Gott dich schicken will, um jemand anderen zu ermutigen. Und dann wirst du auch ermutigt werden!